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Wer ist "Not-Hund" ?

Mein Name ist Angelika Kura, ich bin 52 Jahre und wohne in Beselich bei Limburg/Lahn.

Seit Jahren bin ich im Tierschutz tätig, sowohl was Tiere in meiner direkten Umgebung betrifft als auch im Ausland.

Mein Mann und ich hatten ca. 12 Hunde-Transporte bis Anfang 2010 für einen Verein durchgeführt. Wir sind beide im Besitz des Tiertransport-Scheines, ausgestellt vom Veterinäramt.

Mittlerweile haben wir bereits mehrere Transporte und Hilfsfahrten in Eigenregie gemacht.

Siehe dazu Infos auf dieser HP.

Ich war so oft vor Ort, ich habe so viel Einblick bekommen - so habe ich mein Herz an die Hunde in Polen verloren.

Und eins können Sie mir glauben - ich habe sehr viel Leid gesehen.

Und wenn man die Tiere selbst sieht, wie sie an den Gattern der Zwinger bitten und betteln, sich an einem Meter Gitter 5 Hunde einem entgegendrücken in der Hoffnung, daß eine Hand sie streichelt oder sogar rausholt - wenn man die vielen traurigen Augen sieht, die Blicke - wenn man das Bellen, Fiepsen und Weinen der Hunde hört beim Verlassen des Tierheimes - das sind Eindrücke und Geräusche, die kann man nicht vergessen !

Aktuell helfe ich in dem Tierheim in Gorzow.

Infos dazu siehe hier auf der HP.

[Abbildung]

19.06.11 - Resummee nach ca. 1 Jahr Not-Hund

Erst einmal das wichtigste - " Danke " Euch allen für die Unterstützung, die Hilfe, die Treue und auch für so manches liebe, aufbauende Wort.
Ohne Eure Hilfe wäre das alles nicht möglich gewesen ( schaut mal unten auf die Zahl der Hunde, die ein schönes Zuhause gefunden haben - das haben sie nur Euch zu verdanken ! )

Also eigentlich ist es ja gar kein Jahr Not-Hund, denn leider konnte ich nur 7 Monate Hunde zu einem liebevollen Zuhause verhelfen, besonders " freundliche Türschützer " hatten ein Mail an den Leiter der Stadt Gorzow geschrieben, in dem es unter anderem die infame Lüge stand, ich würde die Hunde an Versuchslabore abgeben ( mehr zu diesen Intrigen demnächst in gesondertem Thread )

Insgesamt war ich 11 mal in Polen ( bei + 30 Grad, bei - 30 Grad, bei Schneechaos und auch bei Hochwasser )

Aus Polen konnte ich 60 Hunden in ein schönes und liebevolles Zuhause verhelfen, insgesamt waren es also 62 Hunde die reisen konnten, davon 36 Hündinnen und 26 Rüden.
Es waren darunter viele ältere Hunde, die noch einmal ein schönes Leben erfahren durften, sterbenskranke Hunde bei denen es 5 vor 12 war, Hunde die aus anderen Gründen nicht mehr lange gelebt hätten ( z.B. Boris ) und auch 6 Welpen, die schwerst erkrankt waren und nur durch wochenlange, intensive tägliche und kostenintensive Behandlung überlebt haben.

Daß alle Tiere 5-fach geimpft, gechipt und mit EU-Paß versehen wurden, versteht sich von selbst, ebenso wie ein ordentlicher Übergabevertrag.

Alle Hunde bis auf 2 Rüden, haben ein Zuhause gefunden.

1 Hündin habe ich in Polen auf einem Gnadenhof untergebracht, aufgrund des Alters und der extremen Ängstlichkeit, gab es da aus Tierschutzsicht keine andere Möglichkeit.

Da Tierliebe für mich nicht nur auf mein Projekt begrenzt ist war es für mich keine Frage, für eine andere deutsche Orga als ein Hilferuf kam, für diese 4 Hunde einen Platz zu suchen und auch selbst die über 600 KM ( einfache Fahrt ) zu bewerkstelligen.

Desweiteren habe ich für einen Gnadenhof in Polen mehrere Tiere transportiert, die im Rahmen von Fahrketten dann in Deutschland übernommen wurden.

Ein kleines, 12-jähriges sehr krankes Dackelmädchen aus dem Tierheim Lodz/Polen konnte ich ebenfalls an seine neue Familie übergeben.

Für einen deutschen Hund, für den der letzte Atemzug schon terminiert war, gelang es mir ( nach fast 24 Non-Stop-Telefonaten ) 1/2 Stunde davor einen Platz zu finden, an dem er sicher ist, er geliebt wird, wo man mit ihm arbeitet mit dem Ziel, daß auch er noch einmal eine reelle Chance hat.

Einem Tierheim in Deutschland, daß kein Geld hatte, für den letzten Winter Heizöl zu kaufen, habe ich durch einen Spendenaufruf verholfen, daß die Tanks gefüllt werden konnten und die Tiere dort nicht frieren mußten.
Vor Ort versuche ich Hunden in Polen etwas " Sonnenschein " zu bringen. Derzeit bemühe ich mich, einem 10 -jährigen Hund, der seit 10 Jahren an der Kette mutterseelenallein in einem verfallenen Gebäude dahinfristet, dazu zu verhelfen, daß auch er noch einmal ein lebenswertes Leben erleben darf.

Dank Eurer Sachspenden konnte ich viele, viele Sachen in die Tierheime und auf den Gnadenhof bringen. Sehr viel Futter, Schweineohren, Leckerli, Decken, Hütten, Leinen, Halsbänder, Wärmeplatten, Körbchen, Bettchen, auch Katzenfutter, Näpfe, Handtücher, Bettwäsche, Laken, selbstgefertigte Schaumstoff-Unterlagen, Spielzeug, Ungezieferschutz, Paletten für unter die Hütten, Platten für zwischen die Zwinger damit die Rüden sich nicht so viel sehen, Hochdruckreiniger gebraucht, Medizinbedarf, Apothekenschrank, mehrere Sonnensegel für die ungeschützten Zwinger im Sommer, 2 Gefriertruhen, 1 Gefrierschrank, mehrere Schreibtische, Putzmaterial und vieles mehr - mit Sicherheit hab ich jetzt was vergessen aufzuzählen :-(

Auch mit ein paar Kastrations-Übernahmen habe ich versucht das Leid etwas einzudämmen.

Durch die Suche nach virtuellen Paten, konnte dank Euch so manchem Hund eine Freude gemacht werden oder eine medizinische Behandlung wie Röntgenbild oder Antibiotikum oder ähnliches ermöglicht werden Sachspenden für die Bevölkerung, wie Kleidung, Schuhe, Spielzeug und sonstiges habe ich auch an " den Mann " gebracht.

Summasummarum - dafür daß ich alles alleine bewerkstellige, konnte ich zumindest ein bißchen was bewegen, verändern oder verbessern - wie man es auch nennen mag.

Ich kann mich nur wiederholen, wie am Anfang des Textes vermerkt, ich danke Euch allen für die Unterstützung im Namen der Hunde, denen so geholfen werden konnte.

Traurig macht mich der Blick in die Augen der Hunde, die ich von jedem Besuch schon vom Aussehen namentlich kenne, denen ich nicht in ein besseres Leben verhelfen kann.

Danke an Euch alle
Angelika